02.04.2015 KELLERBRAND

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Die Feuerwehr Mönsheim wurde am 02.04.2015 um 14.58 Uhr nach der Gefahrenabwehrstufe Brand Stufe 3 zu einem Kellerbrand auf einen abgelegenen Reiterhof alarmiert. Gleichzeitig wurden bei dieser Alarmstufe laut Alarmkalender der Kreisbrandmeister, die Führungsunterstützungseinheit-Heckengäu, ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Wimsheim, ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Wurmberg sowie die Drehleiter der Feuerwehr Heimsheim mitalarmiert. Ebenso wurde der Rettungsdienst sowie die Polizei verständigt. Der Reiterhof liegt am Ende von schmalen Wirtschaftswegen, die einen Begegnungsverkehr von Großfahrzeugen der Feuerwehr nicht zulassen. Der nächstgelegene Hydrant der öffentlichen Wasserversorgung ist ca. 1,5km entfernt.


Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs der Feuerwehr Mönsheim (Mannschaftstransportwagen (MTW) / besetzt Zugführer mit Maschinist und Melder) drang dichter schwarzer Rauch aus der Eingangstüre des Treppenraums. Der Zugführer wurde von einer Person eingewiesen, dass es im EG im Heizraum brennen würde. Haustüre offen, Zutritt ohne Atemschutzgerät zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, Fenster im Obergeschoss teilweise geöffnet. Weitere Personen sollen sich nicht im Gebäude aufhalten.


Das nur kurze Zeit später eintreffende Löschgruppenfahrzeug (LF)16/12 der Feuerwehr Mönsheim (besetzt 1/8) wurde beauftragt, unter Atemschutz den Rauchvorhang im Treppenraum zu setzen, um eine weitere Verrauchung des Obergeschosses zu verhindern. Anschließend sollte mit dem 1.Rohr ins Erdgeschoss in den Heizraum vorgegangen werden, um das Feuer unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera zu bekämpfen. Zeitgleich erschien eine rußgeschwärzte Person hilferufend an einem offenen Fenster im Obergeschoss, der der Fluchtweg über den Treppenraum durch den giftigen Rauch abschnitten wurde. Diese wurde umgehend über eine Steckleiter gerettet und dem später eintreffenden Rettungsdienst übergeben. Das zwischenzeitlich eingetroffene Tanklöschfahrzeug (TLF)16/25 der Feuerwehr Mönsheim (besetzt 1/3) speiste unser LF 16/12 mit zusätzlichem Löschwasser ein. Das Löschfahrzeug der Feuerwehr Wimsheim stellte einen Atemschutzrettungstrupp, ein weiterer Trupp kontrollierte ebenfalls unter Atemschutz und einem weiteren Löschrohr das Obergeschoss. Dabei wurden ein Hund, mehrere Katzen, Meerschweinchen und andere Kleintiere aus der verrauchten Wohnung gerettet. Um 15.24 Uhr war ein Rettungshubschrauber mit Notarzt auf dem Gelände des Reiterhofs gelandet, der das Gebiet zufällig überflogen hatte. Die leicht verletzte Person wurde jedoch mit einem Rettungswagen zur Beobachtung in eine Klinik gebracht.

Der Brand der Heizungsanlage wurde schnell gelöscht und mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Die anschließenden Belüftungsarbeiten des Gebäudes gestalteten sich aufgrund der Bauweise recht schwierig. Zur Eigensicherung der Einsatzkräfte wurde die Bereitschaft des DRK OV Wiernsheim hinzugezogen. Die angerückten Fahrzeuge der Feuerwehr Wurmberg, Feuerwehr Heimsheim sowie die FüUE-Heckengäu konnten ohne Auftrag aus dem Einsatz entlassen werden.

Der Gerätewagen Transport (GW-T) der Feuerwehr Mönsheim wurde zum Transport von verschmutzten Gerätschaften wie Schläuchen, Atemschutzgeräten, Rauchvorhang usw. vom Zugführer nachgefordert. Der Kreisbrandmeister des Enzkreises verschaffte sich ebenfalls einen kurzen Überblick über das Einsatzgeschehen.


Die Feuerwehr beendete den Brandeinsatz mit dem Bestücken (Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft) der Fahrzeuge. Auch hier wurde der GW-T der FFW Mönsheim als Transportfahrzeug zur Zentralen Atemschutz- und Schlauchwerkstatt nach Mühlacker eingesetzt.

Am Abend wurde die Einsatzstelle vorsorglich nochmals mit der Wärmebildkamera überprüft. Es konnte jedoch keine Erwärmungen (Glutnester) festgestellt werden.


siehe auch: Bericht der Pforzheimer Zeitung

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OrganisationFahrzeugeKräfte
FW MönsheimLF16/12, TLF16/25, MTW, GW-T19
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