22.07.2020 Verkehrsunfall Lkw, Person eingeklemmt

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Am 22. Juli 2020 wurden wir um 8:44 Uhr mit der Gefahrenabwehrstufe (GAS) 2 „Verkehrsunfall Pkw, Person eingeklemmt” auf eine Baustelle im Bereich Schlossfeld alarmiert.
Bei dieser Lage wird unter der Woche in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr zusätzlich zu den Mönsheimer Einsatzkräften, zur Sicherstellung des Personals, immer automatisch ein weiteres Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) aus Wurmberg von der Integrierten Leitstelle (ILS) Pforzheim dazu alarmiert.

Beim Eintreffen des Zugführers der Feuerwehr an der Einsatzstelle stellte sich folgende Lage dar: Auf einer Erdbaustelle war beim Abkippen von Erde ein Lastwagen mit Muldenkipper umgestürzt, der Fahrer war ansprechbar und offensichtlich am Kopf verletzt, aber nicht in seinem Fahrzeug eingeklemmt sondern eingeschlossen. Er konnte ohne unsere Hilfe das Fahrzeug nicht aus eigener Kraft verlassen, zudem liefen im größeren Umfang Betriebsmittel aus dem Lkw aus. Nachdem kurz hintereinander die Fahrzeuge aus Mönsheim eintrafen, wurde als Erstmaßnahme ein Zugang über Leitern ins Führerhaus geschaffen und der Fahrer von den Feuerwehrsanitätern erstversorgt und betreut.
Zu dieser Zeit konnten die Kameraden aus Wurmberg mit ihrem Einsatzfahrzeug wieder einrücken, da wir nach kurzer Zeit ausreichend Mönsheimer Einsatzkräfte an der Einsatzstelle hatten.
Wie immer bei solchen Einsätzen werden bestimmte Standardtätigkeiten von uns vorgenommen. So wurde neben der Erstversorgung der Brandschutz sichergestellt, ein Bereitstellungsplatz eingerichtet (dies ist eine rote Folie, wo je nach Lage entsprechende Arbeitsgeräte abgelegt und einsatzbereit gemacht werden), die Betriebsmittel mit speziellen Bindemitteln aufgenommen (Umweltschutz), eine Befehlsstelle eingerichtet (wir nennen das Einsatzleitung) und normalerweise die Einsatzstelle abgesichert (was Aufgrund der Lage der Einsatzstelle/Baustelle in diesem Falle nicht so umfangreich wie sonst erforderlich war).
Nach Rücksprache mit der in der Zwischenzeit eingetroffenen Notärztin sollte der verletzte Fahrer schonend durch die Frontscheibe aus seiner misslichen Lage befreit werden. Sie hatte den Verdacht, durch die Schilderungen unserer Sanitäter, dass der Fahrer ein sogenanntes Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Für die Rettung wurde zuerst der Fahrer mit einer Schutzfolie und einer Schutzmaske vor dem Glasstaub geschützt und dann mit einer speziellen Glassäge die Frontscheibe großflächig aus dem Fahrzeug getrennt. Danach hat man bei einem Lkw eine große Öffnung um in die Kabine zu gelangen.
Anschließend wurde der Fahrer mittels eines Rettungsbrettes aus der Kabine gerettet und direkt auf die Fahrtrage des Rettungswagens gelegt. Wir unterstützten noch beim Verletztentransport bis zum Rettungswagen und dessen Besatzung übernahm dann zusammen mit der Notärztin die weitere Versorgung und Fahrt ins Krankenhaus. In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt des Landkreises wurde geklärt, was mit den ausgelaufenen Betriebsmitteln passieren sollte und im Anschluss konnte der Einsatz der Feuerwehr Mönsheim vor Ort beendet werden.

Nach dem Einsatz müssen die Geräte und Fahrzeuge im Feuerwehrhaus gereinigt und für die nächsten Einsätze einsatzklar gemacht werden. Nach rund 2,5 Stunden konnten die eingesetzten Einsatzkräfte wieder an ihren Arbeitsplatz oder wieder nach Hause zurück.

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Eingesetzte Fahrzeuge > Zurück

OrganisationFahrzeugeKräfte
FW Mönsheim Einsatzleitwagen (MTW/ELW)
Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 10)
Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12)
Gerätewagen Transport (GW-T)
16
FW WurmbergLöschgruppenfahrzeug (LF 16/12)
RettungsdienstRettungswagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)4
Polizei 2 Streifenwagen4
Umweltamt Dienst-Pkw2
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